Eine Bibliotheca poenitentiaria: Die Bibliothek von Johann Baptist Ristelhueber
Auch das ist Preußen am Rhein: das Ringen um eine "strafende" wie "bessernde" Reform des Gefägniswesens:
Ein historischer Buchbestand fand im Sommer 2012 seinen Weg in das Universitätsarchiv: Das Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht (Lehrstuhl Prof. Dr. Nestler) übergab dem Archiv einen umfangreichen Buchbestand von 107 Bänden, der sich bei der Analyse als umfangreicher Rest der Direktionsbibliothek des Kölner Strafgefängnisses ("Klingelpütz") herausstellte. Die Abgabe wurde im Archiv als "Zugang 770" registriert. Weitere Bände fanden sich im Institut für Kriminologie (mittlerweile im Archiv) und in Institut für Strafrecht und Strafprozeßrecht.
Es handelt sich um eine bedeutende Sammlung von größtenteils französisch- und deutschsprachigen Veröffentlichungen des späten 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Titel befassen sich neben der Organisation des Armenwesens und der Arbeitshäuser vor allem mit der damals hochaktuellen Reform des Strafvollzugswesens, der Gefängnisreform. Die enthaltenen Schriften sind meist nur in wenigen Exemplaren in Deutschland nachweisbar.
Der Bestand ist zusammen mit einem ergänzenden Sammlungsbestand (Zugang 796/II) ausführlich erschlossen im Band 7 der Schriftenreihe "Sedes Sapientiae"