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Weine können mit dem Alter gewinnen ...

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... aber Papier baut mit zunehmendem Alter ab.

Das Briefkopierbuch des Kölner Weinhändlers Heinrich Matthias Schmitz (1806-1860) wurde zusammen mit anderen Geschäftsbüchern 2019 aus der Schmalenbach-Bibliothek der Universität ins Historische Archiv übernommen. Es ist die einzige erhaltene Quelle zu dieser alten Weinhandlung und dokumentiert für die Jahre vom 1. Juni 1830 bis Anfang Januar 1834 die geschäftlichen Verbindungen zu Kommissionären an Rhein, Mosel, Ahr und Rur(!) oder zu Weinhandlungen in Rotterdam wie C. van der Kuns & zoonen und Johan DeKuyper. Unter seinen Korrespondenzpartner finden sich noch heute bestehende Weingüter an Mosel und Rhein. Seit 1832 war sein Geschäft Niederlage für Champagner der Reimser Maison Ruinart père & fils.

Der Zahn der Zeit hat an der 190 Jahre alten Handschrift deutliche Spuren hinterlassen: Der starke Band von 950 Blatt weist starke Schäden an der Bindung auf. Nach Befund wurden mehrere Seiten ausgeschnitten oder fehlen aus anderen Gründen. Deswegen sind einige Lagen unvoll-ständig. Einzelne Blätter sind ausgerissen. Zahlreiche Blätter aus dem sehr dünnen Papier weisen Einrisse auf. Dies destablisiert die Substanz zusätzlich. Die Lagen haben sich zusätzlich durch die Auflösung des Bindefadens von den Stegen gelöst. Der Lederrücken ist spröde geworden und größtenteils zerfallen. Die obere Kapitale ist erhalten, aber beschädigt.

Hier muß rasch durch Restauratoren Abhilfe geschaffen werden, soll das Briefkopierbuch nicht weitere Schäden erleiden. Die Alternative wäre, das Original der Benutzung zu entziehen. Folgende dringende Arbeiten sind notwendig:

  • Die Lagen müssen ergänzt und ausgerissene Blätter wieder eingehängt werden;
  • große Risse in den Blättern sind zu schließen;
  • eine neuer Rücken aus Leder muß gearbeitet und mit den originalen Buchdeckeln verbun-den werden;
  • die Ecken sind durch neues Leder zu sichern;
  • die Kapitale ist zu erneuern.

Kalkulation der Kosten:

  • ca. 30 Arbeitsstunden Buchbindearbeit: 1.800 €
  • Materialkosten Leder: ca. 100 €
  • Buchkasten: 100 €
  • Mehrwertsteuer

In Zeiten knapper öffentlicher Kassen kann das Historische Archiv die hierfür notwendigen Summen nicht selbst aufbringen. Bitte helfen Sie mit, ein Stück Weinhandelsgeschichte für kommende Generationen zu erhalten! Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, daß das Briefkopierbuch restauriert und damit dauerhaft in seiner Substanz gesichert werden kann.

Als Spender*in werden Sie auf Wunsch auf einem Namensschildchen im Buchdeckel erwähnt. Die Universität zu Köln ist als Körperschaft öffentlichen Rechts berechtigt, für Zuwendungen für Kunst und Wissenschaft steuerlich abzugsfähige Spendenquittungen auszustellen. Bitte sprechen Sie uns in diesem Fall an.

Spendenkonto:
Universität zu Köln
Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE44 3705 0198 1900 6948 35
SWIFT: COLSDE33
Verwendungszweck (bitte unbedingt angeben: D-83972-Z-799-590000030

Den Prospekt und einen vorbereiteten Überweisungsträger können Sie in der rechten Spalte herunterladen (pdf)